Pegida: Bist du nicht weltoffen, wirst du geschlossen | NZZ


Weil München eine «bunte» Stadt sein will, musste ein italienischer Wirt am Freitag sein Restaurant dichtmachen. Das mag seltsam klingen, denn letztlich ist die Geschichte eine bedauerliche Lokalposse. Doch sie illustriert einen Trend, von dem inzwischen viele Hoteliers und Restaurantbetreiber berichten: Um den Ruf der «Weltoffenheit» ihrer Stadt zu schützen, üben deutsche Kommunalpolitiker immer mehr Druck auf das Gastgewerbe aus, politisch missliebige Personen nicht mehr als Kunden zu akzeptieren.Ratschläge von obenDer vorliegende Fall beginnt im Frühjahr 2016. Damals werden die 21 Mitglieder des Bezirksausschusses im Münchner Stadtteil Sendling darauf aufmerksam, dass sich im «Casa Mia», einem weithin beliebten italienischen Ecklokal, jeden Montag Mitglieder der Pegida-Bewegung treffen. Die selbsternannten Retter des Abendlandes verpflegen sich jeweils nach ihrem wöchentlichen Demonstrationszug in dem Restaurant.Anders als in Dresden, wo die rechte Protestbewegung zeitweilig Zehntausende auf die Strasse brachte, handelt es sich in München um ein winziges Grüppchen. Trotzdem sind die Kommunalpolitiker alarmiert. Ernst Dill, Sozialdemokrat und einer von drei Rechtsextremismus-Beauftragten im Ausschuss, stattet dem Wirt Giovanni Costa einen Besuch ab. Im Gepäck hat er zwei Briefe, einen vom Ausschussvorsitzenden, einen vom Oberbürgermeister.

Quelle: Pegida: Bist du nicht weltoffen, wirst du geschlossen | NZZ

  1. #1 von Philolaos am 4. August 2017 - 20:27

    Auf der Facebook-Seite und in den blogs von „Bayern ist frei“ finden sich noch mehr Informationen aus erster Hand: https://bayernistfrei.com/2017/06/16/spdlokale/

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