Medien als Klatschbasen: Witz über „Trump-Kreml- Verbindungen“ dient als Beweis


Aus seiner Aussage über Trumps Arbeit für Russland haben manche Medien einen Skandal entwickelt und dabei verheimlicht, dass es ein Witz war, sagte der Chef der Republikaner im US-Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, im Gespräch mit „New York Times“.Laut dem Bericht hatte die Zeitung „The Washington Post“ zuvor die Abschrift einer Audiodatei mit einem Gespräch veröffentlicht, das bei einer Konferenz der republikanischen Parteiführung im Jahr 2016 stattgefunden hatte. McCarthy sagte damals, dass der damalige US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump Geld von Moskau hätte erhalten können.

Laut dem Gesprächsprotokoll brach nach dieser Bemerkung Gelächter aus. McCarthy fügte dabei hinzu: „Ich schwöre bei Gott.“ Dann forderte Sprecher des Repräsentantenhauses, Paul Ryan, alle Gesprächspartner auf, das Gespräch geheim zu halten. „Keine Lecks, okay?“, so Ryan, was erneut für Gelächter sorgte.
Die Audioaufnahme des Gesprächs hat „Washington Post“ nicht veröffentlicht. Die Zeitung bezeichnete die Worte von McCarthy als „politisch explosive Behauptung“, die in einem privaten Gespräch auf dem Kapitol gefallen war.

„Dies ist ein gescheiterter Versuch, einen Witz zu machen. Das war es. Niemand glaubt, dass es wahr ist“, so McCarthy im Gespräch mit „New York Times“.

Trotz der Dementierung seitens des US-Kongressmitgliedes wurde diese Meldung sofort von mehreren Medien in der Welt als Beweis für Trumps Russland-Verbindungen weitergeleitet. „Es wurde aufgenommen, so deutete einer der republikanischen Führer an, dass Putin Trump bezahlte“, schrieb „The Guardian“.

„Die Aufnahme aus dem Jahr 2016 zeugt davon, dass der republikanische Führer im Repräsentantenhaus, Kevin McCarthy, gesagt hat: ‚Ich glaube, Putin bezahlt Trump‘“, meldete „The Independent“.

„Die ‚Washington Post‘ veröffentlichte eine Unterhaltung vom Juni 2016, in der die Parteispitze der Republikaner – also Trumps jetziges Lager – über seine Russland-Connection spricht und sich sogar darüber lustig macht!“, schrieb „Bild“: „Sollte diese Aussage stimmen, hätte die gesamte Parteispitze der Republikaner von Trumps Russland-Connection gewusst – schon während des Wahlkampfes. Ein Skandal, der für die höchsten Kreise der US-Politik massive Auswirkungen haben könnte.“
In den USA wird das Thema der angeblichen Beziehungen Trumps zu Russland von den Medien regelmäßig ohne jegliche Beweise breitgetreten.

Quelle: Medien als Klatschbasen: Witz über „Trump-Kreml- Verbindungen“ dient als Beweis

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