DIE ZWEI ARTEN DES LIBERALISMUS


DIE ZWEI ARTEN DES LIBERALISMUS
1. Der Luschen-, Liebkind- oder Lindner-Liberalismus: Leute, die die Freiheitsrechte, die ihre Vorfahren mit Schweiß und Blut erkämpft haben, sehr gerne für sich in Anspruch nehmen, die diese Freiheitsrechte auch anderen, ja, jedem zugestehen wollen, auch den Feinden der Freiheit. Luschen-Liberale sind nicht bereit gegen die Feinde der Freiheit zu kämpfen. Sie sind tendenziell total-tolerant, sehen primär im Staat den Gefährder ihrer Freiheit und wollen diesem daher auch keine umfassenden Rechte einräumen, um z.B. Verbrecher und Terroristen zu bekämpfen, weil sie den Feind primär immer nur auf staatlicher Seite sehen, nie in ihren Mitbürgern oder in Immigranten.
Vor allem geht es ihnen darum, dass der Staat ihnen möglichst wenig Geld in Form von Steuern wegnimmt. Alles andere ist ihnen maximal sekundär wichtig, wenn überhaupt. Für die Basis einer Gesellschaft, was notwendig ist, damit diese überhaupt solide funktionieren kann, interessieren sich Luschen-Liberale kaum. Meist verstehen sie das auch gar nicht. Sie wollen einfach nur ihre persönliche Freiheit ausleben und wollen, dass der Staat sich so weit wie nur irgend möglich aus der Wirtschaft heraushält. Den Begriff Solidarität kennen sie zwar vom Hörensagen, er ist ihnen aber nicht sehr wichtig. Oft neigen sie auch zum Opportunismus, sind auf jeden Fall wenig wehrfähig.
2. Der echte, wehrhafte Liberalismus: Leute, die die Freiheit über alles lieben und zwar nicht nur die eigene, sondern die eines jeden freiheitsfähigen Wesens, die bereit sind für die Freiheit zu kämpfen, diese zu verteidigen. Leute, die sich einmischen, wenn andere unterdrückt werden und die aktiv dagegen vorgehen, wenn Freiheitsfeinde eine freie Gesellschaft von innen heraus übernehmen und zerstören wollen.
Echte Liberale stehen auch mit der Solidarität weniger aufs Kriegsfuß, weil ihnen wichtiger ist, dass jeder sich frei entfalten kann, nicht nur sie selbst. Der echte Liberale setzt sich daher auch sehr stark für Bildung ein, weil er weiß, dass Menschen zur Autonomie befähigt werden müssen durch Erziehung und Bildung. Der echte Liberale ist also weniger ich-bezogen als der eher egoistische und opportunistische Luschen-Liberale. Auch weiß er mehr um die gesellschaftlichen Voraussetzungen, die eine funktionierende Gesellschaft überhaupt erst ermöglichen und hat mehr Vertrauen in den freiheitlichen Staat, sofern dieser nicht korrumpiert ist, z.B. in die Verbrechens- und Terrorismusbekämpfung, um die Freiheit und Sicherheit der rechtstreuen Bürger zu schützen.

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  1. #1 von EulenspiegelsParadise am 23. April 2017 - 15:19

    Danke , Axel Retz, für Ihre tiefgründige und zeitweilig spritzig humorvolle Analyse der Arten
    des Liberalismus. Einfach Super. Was wollen wir denn nun sein, wenn schon, denn schon:
    Keinesfalls ein Luschen, Liebkind Liberaler. Nur einfach ekelhaft, doch spektakulär
    in der Politik, sicher auch bei vielen Bürgern beliebt und sehr verbreitet. Anderenfalls wären
    z.B. Wahlergebnisse nicht mehr zu erklären, oder ?
    Da entscheiden wir uns doch für den echten, wehrhaften Liberalen, allerdings für diese Gesellschaftsordnung fast ein Overflyer; oder schon fast ein Ghandi
    oder gegenwärtig der sympatische SPD Aussteiger Guido Reil. Sicher gibt es da noch
    weiter Namen, die zu nennen wären. Wir wollen uns bessern?
    OK ……?

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