Linke Kreise haben in allen Staaten um sie herum einen Vertreter des Bösen kreiert


„Le Pen schürt Angst vor Terroristen“
Linke Kreise haben in allen Staaten um sie herum einen Vertreter des Bösen kreiert, den sie ihrem Publikum vorsetzen, um es in Hasslaune zu halten. Das ist Orban in Ungarn, sind Brexit-Befürworter in Großbritannien, Wilders in den Niederlanden, Trump in den USA und Le Pen in Frankreich. Was man ihnen vorwirft, ist oft irrational, weil es nicht Tatsachen folgt, sondern dem eigenen linken Lebensentwurf, der noch vor den Tatsachen bestimmt, dass sie böse sind, weil „rechts“. In diesem Lichte wird dann alles interpretiert, was um sie herum geschieht und wie ihre Statements dazu ausfallen. Gestern war Le Pen wieder an der Reihe, in der ZEIT, aus aktuellem Anlass.
(Von Sarah Goldmann)
Das gegen sie gerichtete Pamphlet enthält eines der häufig genutzten linken Propagandamittel, die Umkehr von Ursache und Wirkung. Le Pen verbreite keinen Optimismus, sondern schüre Angst, beginnt die ZEIT.
Le Pen hingegen wollte keinen Optimismus verbreiten. Die Spitzenkandidatin des Front National verlor seit Januar laut Umfragen an Zustimmung und muss nun ihre eigene, nationalistische Klientel zurückgewinnen. Dazu schürt sie die Angst vor Terroristen, die angeblich mit den “großen Flüchtlingsströmen” ins Land kämen.
Le Pen „schürt“ also die Angst. Und würde sie die nicht „schüren“, dann bestünde kein Grund mehr dazu, so die unausgesprochene Schlussfolgerung. Auf diese Weise wird Le Pen verantwortlich gemacht für die Fehltritte einer Regierung, der sie nicht angehört. Tatsächlich ist es ja anders herum:
Zuerst gibt es einen Anlass für die Angst, beziehungsweise mehrere Anlässe: „Seit dem Terroranschlag auf Charlie Hebdo, dem Bataclan in Paris und schließlich der Promenade in Nizza befindet sich Frankreich ohnehin im permanenten Ausnahmezustand“, wie die ZEIT selbst richtig schreibt. Es gibt triftige Gründe, im Frankreich von heute Angst zu haben, die muss man also nicht mehr „schüren“, sie ist da.
Aufgabe von Politikern ist es, die Ursachen der Angst, hier die Ursachen für den Terror in Frankreich zu bekämpfen. Dazu muss man sie ansprechen. Le Pen stellt die These auf, dass es überwiegend Zuwanderer sind oder in Zuwanderermilieus aufgewachsene Menschen. Man kann das mit Tatsachen abstreiten, mit Zahlen, wenn es sie gibt. Nur die passenden gibt es nicht, es sind Zuwanderer oder Menschen aus Zuwandererfamilien, die überproportional an den Anschlägen vertreten sind. Das lässt sich dann noch auf verschiedene Weise interpretieren (sie kriegen keine Arbeit, z.B.).
Die eigene offen ausgetragene Begründung der „Dschihadisten“ ist aber die, dass sie die christliche oder atheistische Mehrheit im Lande hassen, zum Teil unter vorgeschobenen Begründungen. Diese Gründe wird man durch Überzeugungsarbeit nicht beseitigen können, auch nicht durch gute Jobs. Man muss an den Ursachen ansetzen:
“Wir müssen die Kontrolle über unsere Grenzen wieder gewinnen, wir müssen wissen, wer zu uns kommt”, sagte sie. Der amtierende Präsident François Hollande und seine Vorgänger hätten nichts gegen die Gefahr getan. Dass die Moderatoren zeitgleich Infos über die Schießerei im Zentrum der französischen Hauptstadt übermittelten, konnte Le Pen dabei nur Recht sein.
Erneut die Umkehr von Ursache und Wirkung. Es wird unterstellt, dass Le Pen die Anschläge sucht und will, weil sie damit die Gefahr von Anschlägen behaupten kann. Und so ein Pech aber auch: Da erschießt just in dem Moment ein Moslem einen Polizisten, als das Thema dran kommt. „Das konnte Le Pen nur Recht sein“. Wo es doch eigentlich alles ganz anders ist, als die Mitbewerber meinen?!
Le Pen will nicht, dass Polizisten erschossen werden, sie will nicht, dass Menschen mit dem Laster überrollt werden, nicht, dass jüdische Geiseln bestialisch zu Tode gefoltert werden, nicht, dass ein Priester in einer französischen Kirche geköpft wird, so wie es üblich ist in der Mördersekte. Das ist eines ihrer Hauptanliegen und deswegen spricht sie das Problem an, die möglichen Ursachen und die wahrscheinliche Lösung.
Die ZEIT verdreht das Ganze noch einmal: Die Apokalypse, wie sie gerade im Entstehen ist und durch wenige (beileibe nicht alle!) Beispiele hier illustriert wurde, auch die wird von der ZEIT Le Pen untergeschoben, dem wahren Feind bzw. Feindbild der Linken:
Anschläge wie auf das Bataclan in Paris oder die Promenade in Nizza waren für sie immer politisch hilfreich. Ihre apokalyptischen Beschreibungen von einem gefährdeten und von Terroristen umzingelten Frankreich wirken besser, wenn die Bevölkerung verängstigt ist.
Damit kann man dem einen oder anderen Wähler vielleicht immer noch Sand in die Augen streuen, den meisten jedoch nicht mehr. Dafür sorgt schon die Wirklichkeit, die es für Linke so immer noch nicht gibt. Niemand freut sich darüber, niemand braucht das, niemand will das. Es braucht eine Präsidentin, die sich um die Lösung dieser Probleme kümmert, eine Präsidentin mit Mut zur Veränderung und Herz für ihr Land.
http://www.zeit.de/…/emmanuel-macron-frankreich-schiesserei…
https://www.pi-news.net/…/eilt-massaker-in-charlie-hebdo-r…/
https://www.pi-news.net/…/dritter-bataclan-moerder-war-syr…/
https://www.pi-news.net/…/nizza-terroranschlag-mindestens-…/
http://www.zeit.de/…/emmanuel-macron-frankreich-schiesserei

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