Die neue Demut – Selbstkasteiung in den Mainstreammedien nach Trump-Erfolg — RT Deutsch


Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung, sagt der Volksmund. Einen Tag nach dem überraschenden Sieg Donald Trumps bei den US-Präsidentschaftswahlen entdecken die Mainstreammedien plötzlich ihr Herz für „die da unten“ und für die „Unvernünftigen“.von Timo KirezMehr lesen:Trump versetzt Medien und Politik in Schockstarre: Kann Russland auf bessere Beziehungen hoffen?England entscheidet sich gegen die Europäische Union, Amerika wählt Donald Trump zum Präsidenten. Beide Male wurden die Mainstreammedien auf dem falschen Fuß erwischt. „Wie konnte das nur passieren?“, war die einhellige, reflexartige Reaktion. Nachdem sich der Pulverdampf des Wahlkampfs verzogen hat und alle kummervollen Tweets und Facebook-Posts abgeschickt worden sind, kehrt nun tatsächlich so etwas wie Demut ein.Es könnte sein, dass das an uns liegt. Wir haben die Hinweise nicht übersehen, wir haben sie ignoriert“, schrieb zum Beispiel Elisabeth Raether in der Zeit, und zwar schon im August, als Donald Trump die Vorwahlen für sich entscheiden konnte.In der Online-Ausgabe des jetzt-Magazins der Süddeutschen Zeitung lässt Philipp Matheis in einem Kommentar wissen, dass die „Komfortzone“ verlassen werden müsse.Und selbst die Wirtschaftswoche, die nun nicht gerade für klassenkämpferische Töne bekannt ist, schreibt, „dass der Journalismus in Amerika wie hierzulande den Draht zu weiten Teilen der Gesellschaft verloren hat. Kritische Distanz zu den Eliten und ein offener Blick auf die Gründe des Volkszorns tun not.“Das eigentlich Erstaunliche an diesen Reaktionen ist jedoch, dass so getan wird, als ob diese Entwicklungen praktisch über Nacht, wie ein unerwartetes Erdbeben, die Welt erschüttert haben. Dabei gärt und brodelt es schon Jahrzehnten in Deutschland und in der Welt. Doch war man sich in den Beletagen des Journalismus oft zu schade, um sich in die vermeintlich trostlosen Niederungen der Wirklichkeit zu begeben. Das rächt sich jetzt.Mehr lesen:Ernst Wolff: „Establishment und Massenmedien haben die Kontrolle verloren“Statt sich konstruktiv und auf Augenhöhe mit den als „dumm“ und „ungebildet“ abqualifizierten Menschen auseinanderzusetzen, sonnte man sich lange im trügerischen Schein der eigenen moralischen Überlegenheit. Was dabei besonders schmerzt, ist die Ignoranz und Arroganz der sogenannten „linksliberalen“ Intelligenzija.

Quelle: Die neue Demut – Selbstkasteiung in den Mainstreammedien nach Trump-Erfolg — RT Deutsch

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