Selbstanzeige wegen Hate-Speech-Verdacht – von unbesorgt | fisch+fleisch


Kritik, Selbstkritik, BeichteIch trenne meinen Müll, zahle meine Steuern und habe noch nie an eines der Windkrafträder gepinkelt, die sich bei mir in der Nähe drehen. Das wäre doch schon mal etwas Positives, vielleicht wird mir das ja angerechnet. Denn jetzt kommt’s: Ich kritisiere die Regierung! Und die EU! Ich halte beide für komplett unfähig, fehlbesetzt und gefährlich. Ich glaube, dass Deutschland der Eiertanz in der Flüchtl…pardon Geflüchtetenkrise gewaltig auf die Füße fallen wird. Und ich glaube, dass Deutschland die Gefahr, die vom politischen Islam ausgeht, fahrlässig verniedlicht, kleinredet, wegdiskutiert und unter einem Hefeteig aus political correctness erstickt. Ich glaube, dass viele (nicht alle) der Schreie, die Sie als Hate-Speech einordnen, von Menschen kommen, denen dieser Hefeteig gerade über Ohren, Nase und Mund kriecht. In all dem sehe ich eine existenzielle Gefahr für ganz Europa.Wie ich aber in Ihren heiligen Schriften gelesen habe, kommt Hate-Speech ausschließlich von Rechts. „Hate-Speech“ ist gewissermaßen das neue „Nazi“ – und wer möchte schon gern Nazi sein! Wie damals, als wir Kinder waren und „Cowboy und Indianer“ spielten. Alle wollten Indianer sein. Denn Indianer waren gut – der Cowboy war Ausdruck des amerikanischen Imperialismus! Irgendwas muss da also zwischenzeitlich mit meiner Gesinnung durcheinander geraten sein. Ich bin offensichtlich sowas von am Arsch! (Das darf ich doch sagen, wenn es mich selbst betrifft?) Ich brauche eindeutig Hilfe. Hilfe von Ihrer Stiftung!Dabei war ich mal eindeutig ein Linker, also ein Guter per Definition, ehrlich! Eigentlich müsste ich heute sowas wie der Pate von Katja Kipping sein. Oder deren Redenschreiber (was den Reden vielleicht gut tun, aber todsicher zu Kippings Parteiausschluss führen würde). Ich bin vom richtigen Weg, dem Linken Weg, abgekommen, sehr früh schon. Damals gab es noch zwei deutsche Staaten, ihre jungen Mitarbeiter werden sich daran nicht mehr erinnern – Sie vielleicht schon. Als vor dem ersten Golfkrieg die guten, linken Menschen im wiedervereinigten Deutschland auf die Straße gingen, um gegen den bevorstehenden Krieg zu demonstrieren. Als sie für den sympathischen Diktator Saddam Hussein und gegen den Aggressor USA auf die Straße gingen und „Kein Blut für Öl“ und „Hände weg von Kuwait, Bush“ brüllten, bekam ich eine Ahnung davon, dass Hate-Speech und Dummheit zwei Seiten einer Medaille sind. Und Dummheit zu verbieten…was soll ich sagen. Der Rhein fließt zur Nordsee, da kann man mit Gesetzen auch nichts dran machen.Links war ich also nicht mehr, Rechts konnte ich unmöglich hin, blieb nur die Mitte. Schön bequem möchte man meinen, ist es aber nicht.Also wurde ich nicht „Mitte“, sondern nur Mittelfinger und deshalb brauche ich nun dringend Ihren Segen, Ihr Plazet, Ihr Qualitätssiegel!

Quelle: Selbstanzeige wegen Hate-Speech-Verdacht – von unbesorgt | fisch+fleisch

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