Das Debakel der Aufseher – JUNGE FREIHEIT


Versetzen Sie sich einmal zurück in die Zeit, als es noch kein Internet gab, Ende der achtziger Jahre. Stellen Sie sich vor, Politiker hätten damals in Deutschland die Idee gehabt, jeder deutsche Haushalt solle mit einem Rechner Anschluß an ein Deutschland überziehendes Computer-Netz haben. Und über dieses Netz könnten auch Nachrichten und Zeitungen gelesen, Filme gesehen werden.

Wissen Sie, was bei diesem Konzept herausgekommen wäre? Es gäbe heute ein „Öffentlich-Rechtliches Weltnetz“. Es gäbe „Interneträte“, die darüber wachten, was im Internet verbreitet würde. In den Aufsichtsgremien der „Internet­räte“ säßen die „gesellschaftlich relevanten Gruppen“. Dieselben politisch-korrekten Gouvernanten also, die schon das GEZ-Fernsehen zu einer unerträglich einseitigen Veranstaltung machen.

Die Bürger wenden sich in hellen Scharen ab

Doch das Internet ist nicht öffentlich-rechtlich, es ist anarchisch, unkontrolliert, kurz: demokratisch. Das versetzt die Hohepriester unserer politischen Klasse schon seit längerem in Panik. Denn noch reden alle nur von der Zeitungskrise. Die Auswirkungen des Internets und der veränderten Lesegewohnheiten scheinen bis jetzt vor allem die traditionelle Tagespresse zu treffen, die dem Tempo der elektronischen und meist kostenlosen Nachrichtenverbreitung nicht gewachsen ist. GEZ-finanziert beschleunigen öffentlich-rechtliche Medien mit ihren kostenlosen Nachrichten im Internet sogar noch den Niedergang der privat finanzierten Zeitungen.

Doch die Bürger wenden sich längst in hellen Scharen auch von den staatlichen Fernsehsendern ab. Sie streamen die Filme, die sie sehen wollen, und verweigern sich den mit Zwangsabgaben subventionierten Belehrungsstreifen. Sie beziehen ihre Informationen frei. Sie tauschen sich in sozialen Netzwerken aus. Diese Bürger werden von hilflosen Appellen jener Vertreter „gesellschaftlich relevanter Gruppen“ immer weniger erreicht.

viaDas Debakel der Aufseher – JUNGE FREIHEIT.

  1. #1 von chribie am 18. Dezember 2014 - 12:52

    Hat dies auf chrisbiekerblog rebloggt und kommentierte:
    …auch die „Junge Freiheit“ ist sie zu jung um zu wissen alles im Leben der Menschen u.a. Wesen hat seine Zeit zum entstehen und vergehen!

    Gefällt mir

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