Eltern von totgeprügelten Sohn klagen lasche Justiz an
März 20, 2012 von derpatriot
Sicherlich ist dem Großteil unserer Leserschaft das skandalöse Justiz-Urteil aus Deutschland, im Fall des “20-Cent-Mörders”, noch in Erinnerung.
Ein Rückblick aus der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT:
Das Hamburger Landgericht hat den sogenannten „20-Cent-Mörder” Onur K. zu einer zweijährigen Bewährungsstrafe verurteilt. Der 19 Jahre alte türkische Jugendliche hatte einen Dachdecker zusammen mit einem Freund totgeschlagen.
Ein früheres Urteil, das noch eine Haftstrafe vorsah, hatte der Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben, da so keine erzieherische Wirkung erzielt werden könne, berichtet die Hamburger Morgenpost.
Die Richter hatten zudem argumentierten, die Tat sei kein Ausdruck „besonderer krimineller Energie“, da das Opfer zufällig an dem Faustschlag verstorben sei. Somit sei ein „eher ungewöhnlicher Kausalzusammenhang“ gegeben, der keine Haftstrafe rechtfertige.
Zudem müsse mildernd berücksichtigt werden, daß der Täter nun eine Abendschule besuchen wolle. Mit der Bewährungsstrafe folgte das Landgericht damit den Vorgaben des BGH.
Onur K. hatte sein Opfer zusammen mit seinem Freund Berhan I.2009 totgeprügelt, nachdem dieses sich weigerte, den beiden 20 Cent zu geben. Nach der Tat behaupteten die Täter, sie hätten zugeschlagen, weil der Dachdecker mit einer Flasche auf sie zugekommen sie.
Thomas M. erlag drei Wochen nach der Attacke seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der zweite Täter wurde zu einer Jugendstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt.
In der gestrige TV-Diskussionsrunde (Sat1) EINS gegen EINS wurde über“Brutale Schläger – Ist unsere Justiz zu lasch?” heftig diskutiert:
Immer wieder ereignen sich in Deutschland unfassbare Gewalttaten – zuletzt in Berliner Bahnen und Bahnhöfen. Die Täter sind oft Jugendliche. Jetzt hat die Politik reagiert und den Warnschuss-Arrest beschlossen. Jugendliche Gewalttäter können künftig auf Anordnung des Richters trotz einer Bewährungsstrafe für bis zu vier Wochen hinter Gitter geschickt werden. Doch funktioniert das Prinzip Abschreckung?
„Eins gegen Eins“-Moderator Claus Strunz fragte deshalb: Brutale Schläger – Ist unsere Justiz zulasch? Ein klares „Nein“ erwiderten: Jugendstrafrechtsexperte Prof. Christian Pfeiffer sowie Anti-Aggressionstrainerin Rita Steffesenn.
In dieser Sendung kamen auch die Eltern des zu Tode geprügelten Thomas M. zu Wort. Während die Mörder ihres Sohnes in Freiheit herum laufen, klagen diese Eltern die “Nein-Sager” zu einer härteren Justiz in der Sendung an.
SOS hat davon einen Videomitschnitt gemacht:


